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20th Century Boys: Ultimative Edition

© MelsMangaWorld-YT
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Titel: 20th Century Boys: Ultimative Edition – Band 1

Orginaltitel: 20世紀少年 / 20 Seiki Shounen

Genre: Mystery, Dystopie

Text/Zeichnungen: Naoki Urasawa

Verlag: Panini

Empfehlung: 16+

Preis: 19,00 €

Extra:-

Seiten: 420

ISBN: 978-3741608780

Verlagsseite: 20th Century Boys: Ultimative Edition - Band 1 von Panini

Erscheinungsdatum: 24.09.2018

 

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Klappentext

 

Ende des 20. Jahrhunderts steht die Menschheit vor dem Abgrund… doch die 20th Century Boys lassen sich davon nicht unterkriegen! Als Jugendliche erschufen die Freunde im Jahr 1969 ein Symbol. 1997, als die Ausmaße des drohenden Desasters zu Tage treten, erwacht dieses Symbol erneut zum Leben! Dies ist eine Geschichte über eine Gruppe Jungs, die die Welt rettet!

Meine Meinung

 

Aufmachung:

„20th Century Boys“ erscheint als neu überarbeitete Ultimative Edition, die einiges zu bieten hat. Die in Japan ursprünglich im Jahr 2000 erschienene Reihe ist ein Großformat und hebt sich mit einem bedruckten Plastikschutzumschlag deutlich von der Masse ab. Meiner Meinung nach ist das eine sehr einzigartige Aufmachung und dient zusätzlich als Schutz. Was mich außerdem sehr beeindruckt hat ist, dass der Manga mit vielen Farbseiten bestückt ist, die nicht nur den Einstieg erleichtern, sondern auch die  Anfänge der einzelnen Kapitel durch ihre farbenfrohen Einblicke ausschmücken. Dadurch wird ein wenig Farbe in die doch sehr düstere Geschichte gebracht.

 

Jedoch erhalten wir hierzulande nicht nur eine überarbeitete Neuauflage, sondern ebenfalls ein komplett neues Finale. Das ist eine großartige Nachricht, die Vorfreude in mir weckt.

 

Das neue Cover bildet den Hauptprotagonisten Kenji ab, der ziemlich grimmig daher schaut. Letztendlich ist das Cover eher schlicht gehalten, was mir in diesem Fall als angebracht erscheint. Auf dem Backcover kann man erahnen, dass es im Manga ziemlich brutal zu geht, denn man kann sehen, wie Kenji unter Tränen um einen schwerverletzten Mann trauert.

 

Zeichenstil:

Naoki Urasawa hat einen sehr besonderen Zeichenstil, der mir persönlich sehr zusagt. Er ist überwiegend sehr realistisch gezeichnet und unterstreicht dadurch die doch sehr bittere Realität, die durch die sehr düstere Geschichte aufgezeigt wird.

 

Es fällt sofort ins Auge, dass der Mangaka ein Auge fürs Detail hat, denn er arbeitet gekonnt die einzelnen Hintergründe so detailreich aus, dass man diese für eine längere Zeit bestaunen möchte. Meiner Meinung nach, kann man allein in den Hintergründen noch so viel entdecken, dass ich einfach nur überwältigt von seinen Zeichnungen bin. Durch die perfekt in Szene gesetzten Feinheiten wird noch einprägsamer vermittelt, wie realistisch dieser Zeichenstil eigentlich ist.

 

Diese realgetreuen Abbildungen bestätigen sich auch bei näherer Betrachtung der einzelnen Zeichnungen, wenn man die Verwendung der Perspektiven betrachtet. Durch gezielt eingesetzte Schattierung wird eine prägende Tiefe suggeriert, die einen an den Manga fesselt und zusätzlich den realitätsnahen Zeichenstil unterstreicht.

 

Der Mangaka setzt auf sogenannte ‚Speed Lines‘, die ihm als bedeutsames Instrument dienen um die Kämpfe authentischer und lebhafter zu machen. ‚Speed Lines‘ suggerieren eine Bewegung besser darzustellen und simplifizieren dessen Geschwindigkeit und Richtung.

 

Jedoch sind die einzelnen Charaktere sehr kantig gezeichnet, was jedoch ihre Mimik hervorhebt, die ausschlaggebend ist, um die Persönlichkeiten einzuschätzen. Im Gegensatz zu den Hintergründen sind die Protagonisten eher schlicht gezeichnet und zeichnen sich vor allem durch ihre Charaktere aus.

 

Es fällt auf, dass gewisse Charaktere, die im Laufe der Geschichte erst enthüllt werden durch einen Schatten umhüllt werden, sodass  dem Leser deutlich wird, dass es etwas mit dieser Person auf sich haben muss. Es wird daraus deutlich, dass diese mysteriösen Personen im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle spielen werden.

 

Setting:

„20th Century Boys“ spielt in einer sehr düsteren und brutalen Welt, die Geschichte spielt im Jahre 1997, als die Protagonisten schon Erwachsen sind. Die Welt scheint vor einem drohenden Desaster zu stehen, denn es taucht plötzlich eines Tages eine mysteriöse Sekte auf, die die Welt in Angst und Schrecken versetzt.

 

Der Manga weist sehr viele unterschiedliche Schauplätze auf, die wichtige Anhaltspunkte für die Story sind, denn sie werden des Öfteren aufgezeigt. Wie zum Beispiel der Convenience Stores, in dem der Hauptprotagonist täglich sein Brot zum überleben verdient. Schon hier erkennt man, dass die Welt nicht von Vermögen geprägt ist,  sondern es sehr viele arme Menschen gibt. Scheinbar ist die Spanne zwischen Armut und Reichtum sehr gravierend.

 

Story:

Wir begleiten direkt zu Beginn der Geschichte Kenji Endo und seine Freunde, wie sie zusammen ihre Kindheit verbringen. Schon gleich wird klar, dass diese nicht ganz ohne ist, denn die Freunde haben schon jetzt mit Problemen zu kämpfen, wie Mobbing, Armut und Ausgrenzung. Schon im jungen Alter schrecken sie nicht vor Gewalt zurück. Zusammen erfinden sie in ihrer Kindheit ein Symbol um ihre Freundschaft und ihren Zusammenhalt aufzuzeigen, das ihnen später noch einmal begegnen wird, doch diesmal scheint es ernst zu werden.

 

Denn es taucht plötzlich eines Tages eine mysteriöse Sekte auf, die genau dieses Symbol als ihr Erkennungsmerkmal nutzen. Deren Anführer als "Freund" bezeichnet wird. "Freund" steht an der Spitze dieser Sekte und ist wie ein Gott für die Sektenbesucher, denn sie beten ihn an. Diese Sekte schreckt vor keiner Gewalt zurück. Blutige Morde und brutale Auseinandersetzungen gehören zur Tagesordnung. Sie versucht,  so viele Menschen wie möglich an sich zu binden um diese anschließend zu manipulieren. Das Ziel dieser Sekte ist es, die Weltherrschaft an sich zu reißen und alle anderen zu unterdrücken.

 

Kenji versucht nun Jahre später diesem Mysterium auf die Spur zu kommen und erforscht zusammen mit seinen noch verbliebenden Freunden die Vorfälle, die anscheinend etwas mit ihrer Kindheit zu tun haben könnten. Jedoch stellen sich Kenji und seinen damaligen Freunden Probleme entgegen, die aussichtslos erscheinen.

 

Als plötzlich eine Epidemie ausbricht, die dazu führt, dass einem das Blut komplett aus dem Körper läuft und plötzlich wichtige Zeugen verschwinden stellt sich die Frage, ob diese Sekte etwas damit zu tun hat.

 

Wird Kenji es schaffen dieses Rätsel zu lösen…?

 

Charaktere:

Die Charaktere in „20th Century Boys“ sind sehr verschieden, denn jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte. Jeder von ihnen hat seine Probleme, die sie bedrückt. Doch wie oben bereits erwähnt zeichnen  sie sich alle durch ihre Mimik aus, die einen groben Einblick in ihre Persönlichkeiten bietet.

 

Kenji Endo ist ein junger Mann, der  im Laufe der Jahre den Familien-Spirituosenladen übernommen und diesen in einen Convenience-Store verwandelt hat. Er zieht die Tochter seiner Schwester auf, da diese momentan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist. Da Kenji allgemein nicht genug Geld besitzt um über die Runden zu kommen,  kommt er oft zu kurz und ist schon in jungen Jahren sehr eigenständig und hat sehr viel Verantwortung. Kenji ist ein sehr guter Gitarrist und interessiert sich dementsprechend für Gitarren und Rockmusik.

 

Der Hauptgegner in „20th Century Boys“ ist Freund, ein mysteriöser, charismatischer Anführer einer namenlosen Sekte. Seine Identität ist  größtenteils unbekannt. Er ist fest entschlossen, der Menschheit ein Ende zu setzen und plant die Weltherrschaft an sich zu reisen und alle Macht der Welt zu besitzen.

 

Mein Fazit:

Meiner Meinung nach ist „20th Century Boys“ eine sehr detailreiche und fesselnde Geschichte, die mich wirklich in ihren Bann gezogen hat. Ich will sofort wissen, wie es weitergeht, denn mir sagt diese düstere Atmosphäre, die der Manga aufweist, sehr zu, da ich tiefgründige Geschichten bevorzuge. Mir sagen Geschichten mit Inhalt zu, die auch streckenweise komplexere Thematiken behandeln.

 

Meines Erachtens hat die Story auch einen Bezug zu unserer heutigen Zeit, auch wenn diese schon etwas älter ist. In unserer Welt herrscht auch so viel Brutalität und Gewalt. Wir Menschen scheinen auch nicht mehr sicher zu sein und es lässt sich erahnen, dass es noch übel enden könnte. Diese Thematik durchzieht „20th Century Boys“ ebenfalls, was sie in meinen Augen sehr empfehlenswert macht. 

 

 

 

Vielen Dank an Panini für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von 20th Century Boys: Ultimative Edition - Band 1!


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MANGACOUNTER: 1770


Das bin ich

Ich heiße Melina und bin 19 Jahre alt. Mein Hobby begleitet mich schon mehr als 6 Jahre. Ich sammel Manga und schaue darüber hinaus auch sehr gerne Anime. Durch meine große Schwester bin ich schon als kleines Kind zu Anime und Manga gekommen. Mein Traum ist es im folgenden Jahr nach Japan zu reisen. Außerdem zeichne ich sehr gerne, um meine Fantasie aufs Blatt zu bringen. Ich führe einen Kanal auf Youtube, der sich mit dem Thema Manga beschäftigt. (MelsMangaWorld)